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# Die Führung einbinden, um auf stabilen Grundlagen aufzubauen

### Steeple ist gestartet, aber die Dynamik kommt nur schwer in Gang

Die Bildschirme sind installiert, die ersten Beiträge sind erschienen, und einige Mitwirkende haben sich eingebracht. Dennoch verwandelt sich der anfängliche Schwung nicht in eine echte Kommunikationskultur. Es will nicht so recht greifen.

Die interne Kommunikation bleibt fragmentiert, für einen Teil der Mitarbeitenden wenig nachvollziehbar, und der gemeinsame Schwung lässt nach. Warum? Weil eine **klare und gemeinsam getragene Strategie**.

Und eine Strategie beginnt immer mit einem starken Willen **auf höchster Ebene**.

Steeple einzuführen bedeutet nicht nur, Bildschirme zu installieren oder einige Neuigkeiten zu veröffentlichen. Es handelt sich um ein **grundlegende strategische Entscheidung** für das Unternehmen, das voraussetzt, die interne Kommunikation wieder ins Zentrum des gemeinsamen Projekts zu stellen. Das bedeutet ein **exklusive Entscheidung** einer zentralen Plattform, einer klaren Governance und einer dauerhaften Abstimmung zwischen den Stakeholdern.

**Ohne die ausdrückliche Zustimmung und das aktive Engagement der Geschäftsleitung bleibt die Implementierung von Steeple nur teilweise.**

Um das Thema mit der Geschäftsleitung anzugehen, bietet die Methode **POSER** einen strukturierten Leitfaden.

### P wie Problem — eine noch fragile interne Kommunikation

Das Tool ist eingeführt. Doch ohne echte Strategie für die interne Kommunikation bleiben die Ergebnisse begrenzt. Das Problem liegt weder beim Tool noch bei den Mitwirkenden, sondern an einem Mangel an Struktur und Abstimmung.

**Erster Schritt: die Realität messen.**

* Eine Kurzbefragung unter den Mitarbeitenden durchführen:
  * Fühlen sie sich informiert?
  * Verstehen sie die Entscheidungen des Unternehmens?
  * Fühlen sie sich wohl dabei, sich zu äußern?
  * Nutzen sie Steeple?
* Steeple-Nutzungskennzahlen erfassen:
  * Wie viele regelmäßige Nutzer?
  * Wie viele Veröffentlichungen pro Woche?
  * Wie hoch ist das Interaktionsniveau?

> *Bei Argument gegen Argument gewinnt die Geschäftsleitung. Bei Daten gegen Argument gewinnen die Daten.*

### O wie Chance — Hebel in den internen Zahlen

Sobald die Diagnose gestellt ist, bilden die erhobenen Daten eine solide Grundlage, um ein Bewusstsein zu schaffen.

**Beispiele möglicher Analysen:**

* Eine durchschnittliche Leserate von 20 %? → Ein realistisches Ziel: 60 %, mit stärkerer Einbindung der Führungskräfte.
* Wenig Interaktionen? → Das kann auf einen Mangel an Vorbildfunktion der Führung hinweisen.
* Reagieren die Teams vor Ort nicht? → Wurden sie direkt von den Kommunikationsmaßnahmen angesprochen?

**Was die fortschrittlichsten Kunden zeigen:**

* 25 % weniger Fehlzeiten, wenn die Kommunikation von höchster Ebene vorgelebt wird
* +40 % Zufriedenheit im Wohlbefindens-Barometer
* Die Erfolgsquote bei Einstellungen verdoppelt sich, wenn die Stellenangebote intern weitergeleitet werden

### S wie Lösung — Steeple in eine Gesamtstrategie einbetten

Steeple ist bereits im Einsatz. Es geht nicht darum, von vorn zu beginnen, sondern eine neue Dynamik zu strukturieren.

**Konkrete Maßnahmen, die angestoßen werden können:**

* Die Ergebnisse der Umfrage der Geschäftsleitung präsentieren, um Schwachstellen zu objektivieren
* Ein Audit der internen Kommunikation durchführen: Wer kommuniziert, welche Kanäle werden genutzt, welche Botschaften werden verbreitet … oder eben nicht
* Die noch genutzten konkurrierenden Tools identifizieren (WhatsApp, Papier, Intranet, E-Mails) und zeigen, dass sie die Informationen fragmentieren

**Vorschläge, die der Geschäftsleitung unterbreitet werden sollten:**

* Ein klares Signal setzen, indem die Teams um Steeple herum mobilisiert werden
* Eine Strategie zur Vereinfachung der Kommunikationskanäle bestätigen
* Die schrittweise Abschaffung konkurrierender Tools planen
* Eine gemeinsame redaktionelle Routine einführen
* Die Wirkungsindikatoren verfolgen, um langfristig zu steuern

Ziel ist es, Steeple zum zentralen Kanal der internen Kommunikation zu machen, der von allen anerkannt und genutzt wird — auch von der Geschäftsleitung.

### E wie Team — eine kollektive Aktivierung aufbauen

Der Steeple-Verantwortliche kann diese Transformation nicht allein tragen. Eine kollektive Dynamik ist unerlässlich.

| Rolle                    | Beitrag                                                                  |
| ------------------------ | ------------------------------------------------------------------------ |
| Geschäftsleitung         | Gibt den Impuls, mobilisiert die Führungskräfte, validiert die Strategie |
| Steeple-Verantwortlicher | Koordiniert, warnt, misst, stößt erneut an                               |
| Mitwirkende              | HR, HSE, Kommunikation, Betriebsrat, Führungskräfte vor Ort              |
| Steeple-Team             | Schlägt vor, begleitet, schult, fordert heraus                           |

### R wie Rückwärtsplanung — einen Relaunch über 2 Monate durchführen

| Schritt                   | Wann?      | Ziel                                                                           |
| ------------------------- | ---------- | ------------------------------------------------------------------------------ |
| Diagnose                  | Woche 1    | Die interne Umfrage starten, die Steeple-Zahlen sammeln                        |
| Analyse & Austausch       | Woche 2    | Die Ergebnisse der Geschäftsleitung präsentieren, eine Bestandsaufnahme machen |
| Engagement der Führung    | Woche 3    | Einen Plan zur Vereinfachung der Kanäle validieren und die Teams mobilisieren  |
| Redaktionsplan            | Wochen 4–5 | Eine Veröffentlichungsroutine mit den Mitwirkenden aufbauen                    |
| Nachverfolgung & Feedback | Wochen 6–8 | Die Auswirkungen messen, anpassen, Fortschritte hervorheben                    |

### Fazit

Steeple ist installiert, aber noch ist alles offen. Es ist kein starres Tool, sondern ein Hebel, den man regelmäßig neu aktivieren muss. Um einen neuen Schritt zu gehen, ist das Engagement der Führung entscheidend — nicht, um zu veröffentlichen, sondern um zu strukturieren, Impulse zu geben und zu rationalisieren.

Mit der POSER-Methode liegen die Schlüssel in der Hand:

* die Zahlen sprechen lassen,
* ein Team mobilisieren,
* einen Plan strukturieren,
* und Steeple zu einer unverzichtbaren Säule der internen Kommunikation machen.
